Sauerkraut Pierogi

Sauerkraut Pierogi

Bei uns in Kärnten sind Kasnudeln ein weitverbreitetes Gericht, jedoch hat es in meiner Kindheit bei meiner Großmutter die Nudeln (Teigtaschen) auch oft mit anderen Füllungen gegeben. Ich erinnere mich an eine Kartoffelfülle und an eine Krautfüllung die es regelmäßig gegeben hat. Damals war mir nicht bewusst, dass das sonst niemand kennt und ich habe auch lange kein Rezept gefunden was dem in etwa entspricht. Bis jetzt. Die Hauptzutat der Füllung in diesem Rezept ist Sauerkraut, und den Rest habe ich ungefähr aus meiner Erinnerung zusammengestellt. Es ist nicht genau so geworden wie ich es in Erinnerung habe, aber es hat ausgezeichnet geschmeckt, und das ist noch immer das wichtigste.

Zutaten für den Teig:
350g Mehl
240ml Wasser
2 EL Öl
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
250g Sauerkraut
150g Kartoffeln
1 Zwiebel
3 EL Creme Fraiche
Schnittknoblauch (optional)
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten für den Teig verrühren und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens eine halbe Stunde in Folie eingeschlagen rasten lassen.

Die Kartoffel schälen, in Spalten schneiden und in Salzwasser weichkochen. Das Sauerkraut abspülen und kurz in Wasser einlegen um den Großteil der Säure zu entfernen. Danach das Kraut ausdrücken und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel hacken und in Butter anschwitzen. Das Kraut dazugeben und ein Paar Minuten mitgaren. Sobald die Kartoffeln gar sind mit einer Gabel zerdrücken und mit dem fertigen Kraut und Creme Fraiche gleichmäßig vermischen. Die Füllung abschmecken und abkühlen lassen. Wenn die Füllung abgekühlt ist sollte sie fest genug sein um sie einfach portionieren zu können. Dafür die Füllung abwiegen und in 16 gleich schwere Teile teilen. Ich mache das so, dass ich die Schüssel auf der Waage stehen lasse und mit einem Löffel die immer gleiche Menge entnehme. Die einzelnen Portionen zwischen den Händen oder mit 2 Löffeln in eine ovale Form bringen, dann auf einer Platte mit genug Abstand aufschlichten und mit Folie abdecken damit sie nicht austrocknen. Sowohl die Füllung als auch den Teig kann man so am Vortag zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Diesmal habe ich die Hälfte sofort zubereitet und den Rest für den nächsten Tag aufbewahrt.

Den Teig halbieren und die Hälften wieder halbieren bis 16 gleich große Teile entstanden sind. Die Teigkugeln immer mit Folien bedecken bis sie verarbeitet werden damit sie nicht antrocknen. Mir persönlich gefällt die Methode die die Dumpling Sisters in ihrem Video vorstellen um die Teigkugeln auszurollen, das kann man aber machen wie man will, bzw. wie es einem am Leichtesten fällt. Der Vorteil an dieser Methode ist der hauchdünne Teigrand der entsteht, d.h. auch wenn man beim Verschließen der Teigtaschen Schwierigkeiten hat, hat man am Ende nicht einen dicken trockenen Teigring mitzuessen. Den ausgerollten Teig mit einer Portion der Füllung belegen und die Ränder des Teigs über der Füllung verschließen. Auch hierfür gibt es soviel Techniken wie es Länder gibt in denen gefüllte Teigtaschen gegessen werden, und ich habe die für mich beste noch nicht gefunden. Wenn man die Pierogi einfrieren möchte, wendet man die fertige Teigtasche in reichlich Mehl und schlichtet diese mit Abstand in eine Plastikbox oder friert sie auf einer Platte vor und bewahrt sie dann in einem Tiefkühlbeutel auf.

In einem großen Topf leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und die fertigen Pierogi darin 5 Minuten kochen. Ich schaue dabei nicht auf die Uhr. Sobald sie an der Oberfläche Schwimmen lasse ich sie noch 2 Minuten ziehen. Die tiefgekühlten Pierogi werden unaufgetaut ins kochende Wasser gegeben und ein paar Minuten länger gekocht.

Während die Pierogi kochen, Speckwürfel in einer Pfanne in wenig Öl auslassen, nudelig geschnittene Zwiebel dazugeben und bei geringer Hitze braten bis die Zwiebel goldbraun sind. Die Pierogi mit dem Speck-Zwiebel-Gemisch servieren. Alternativ kann man einfach zerlassene Butter über die Nudeln gießen und mit gehacktem Schnittlauch bestreuen. Blattsalat passt ebenso gut dazu.